Als langlebige Glühbirnen zum Problem wurden Das Phoebuskartell setzte die Lebensdauer von Glühlampen auf 1.000 Stunden herab. Wer haltbarere Lampen baute, musste sogar Strafe zahlen.

Ein Kartell mit globaler Reichweite

Das Bündnis reichte über Europa hinaus bis nach Asien und Amerika. Nationale und regionale Gebiete wurden Herstellern und Produktionsquoten zugeordnet. Damit kontrollierte Phoebus nicht nur technische Normen, sondern auch, wer wie Lampen viele verkaufen sollte.

Phoebus fördert gleichzeitig technische Standards und den Austausch von Patenten. Der bis heute verbreitete Edison-Schraubsockel E26/E27 wurde durch diese Standardisierung international gefestigt. Das Kartell brachte auch Ordnung ins Lichtgeschäft. Unter anderem ordnete es, wann das Licht wieder ausgehen sollte.

Als Begründung führte Osram an, die einheitliche Lebensdauer schaffe einen faireren Wettbewerb und transparentere Kaufentscheidungen. Interne Schreiben nannten jedoch auch höhere Verkaufszahlen als Argument für kürzere Haltbarkeit. Die englischsprachige Quelle beschreibt den direkten Antrieb als höhere Gewinne durch erstklassige Ersatzkäufe.

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